Geschichte und Entwicklung

des Ortsvereins

seit 1918 bis 2013

zusammengestellt von

Manfred Willeke †

- Schriftführer des OV -

(überarbeitet und ergänzt 2013 bis 2018 - von Gitta Knaack)

 

Nachruf auf unseren Chronisten Manfred Willeke †

Nach kurzer schwerer Krankheit ist unser langjähriger SPD Schriftführer, der Lügder Heimatforscher Manfred Willeke viel zu früh im Alter von 52 Jahren verstorben. Er ist auch der Verfasser dieser Chronik.

Der gelernte Konditor hatte sich schon sehr früh der Heimatgeschichte verschrieben und war als profunder Kenner der lokalen und regionalen Geschichte geschätzt. Er ist Autor zahlreicher Dorf-, Vereins- und Verbandschroniken in Lügde und Bad Pyrmont und darüber hinaus. In Bad Pyrmont war er bis zuletzt auch Vorsitzender der Ortsgruppe des Heimatbundes Niedersachsen und arbeitete aktiv im Stadtarchiv mit.

Der Autodidakt führte parallel zu den offiziellen Quellen sein eigenes Heimatarchiv, aus dem er reichlich zu schöpfen wusste. Immer wieder war er aber auch in den Landesarchiven und -bibliotheken aktiv, um zusätzliche Daten und Fakten zu eruieren. Dabei entwickelte er eine Wissensgrundlage, von der viele Ortsteile in Lügde und Bad Pyrmont aber durchaus auch Familien profitierten. Immer wieder suchte er die Gespräche mit den älteren Bewohnern, die ihm dabei sehr viele Informationen aus erster Hand lieferten. Dadurch erschlossen sich dann auch größere Zusammenhänge und manchmal konnte Willeke mit neuen Erkenntnissen überraschen.

Bei vielen Veranstaltungen in der Region war er daher ein gern gehörter Referent zu geschichtlichen Themen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Lippe-Ost und unternahm immer wieder Stadtführungen in Lügde.

Mit großer Akribie beschäftige er sich mit der Geschichte und den Geschichtchen, die u.a. in Broschüren seiner eigenen, selbst aufgelegten Publikationsreihe „Beiträge zur Lügder Geschichte“ ihren Niederschlag fanden. Zudem veröffentlichte er seit vielen Jahren Beiträge zu speziellen historischen Themen. Er nutzte auch seine Funktion als Heimatbund-Vorsitzender von Bad Pyrmont, um auf historische Hintergründe und Zusammenhänge etwa bei Bauvorhaben oder Projekten hinzuweisen. Er initiierte auch den  Vorstoß Bad Pyrmonts zur Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe - ein Vorhaben, das unlängst scheiterte.

Manfred Willeke engagierte sich auch sozial- und gesellschaftspolitisch in der Lügder SPD. Er war Mitglied der SPD Ratsfraktion in Lügde und dort als sachkundiger Bürger im Ausschuss Ordnung, Umwelt und Forsten und stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen Stadtentwicklung, Planen und Bauen sowie für Kindertagesstätten und Schulen. Als Vertreter der Stadt Lügde war Willeke ehrenamtlicher Beauftragter für Bodendenkmalpflege, Bereich Mittlere- und Frühzeit und beim Förderprojekt EUWATEC gGmbH. Im SPD Ortsverein war er seit vielen Jahren - bis heute -  im Vorstand als Schriftführer im Vorstand tätig.

Die SPD in Lügde wird ihm ein würdiges Andenken bewahren und ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Einleitung zur Chronik

Die Sozialdemokratische Partei entstand im Deutschen Reich schon 1863 und wurde nach Aufhebung des Sozialistengesetzes 1891 neu gegründet. Unter der kurzen Bezeichnung SPD fand sie zahlreiche Anhänger im Reich und wurde bei der Reichstagswahl 1912 sogar die stärkste Parteifraktion im Reichstag.

Durch diesen triumphalen Sieg ermuntert, bildeten sich bald darauf viele Ortsvereine.

 

In dem, zu dieser Zeit noch kaisertreuen und streng konservativen Lügde, hielt man von diesem „sozialen Rummel“ - wie es ein Zeitgenosse einmal bezeichnete - nicht viel, so dass sich trotz mancher sozialer Missstände zunächst kein SPD-Ortsverein in Lügde bilden konnte. Bedingt durch den Neubau der katholischen Pfarrkirche 1895 kamen allerdings auch auswärtige Arbeiter mit sozialdemokratischen Ansichten nach Lügde. Unter ihnen war auch ein junger Bildhauer namens Gottfried Kaiser, der kein Blatt vor den Mund nahm und die Lügder Arbeiter versuchte umzustimmen. Da er sich trotz mehrfacher Verbote der Lügder Bauführer nicht zurückhielt, wurde er vom Arbeitsplatz des Kirchenbaus verwiesen. Die Hoffnung der Bauführer, er würde nun aus Lügde fortziehen, erfüllten sich aber nicht - im Gegenteil. Kaiser fand es sehr schön in Lügde und mietete sich an der Mittleren Straße bei der Familie Spilker (im zweiten Haus von links) ein.

Zeichnung  der Bildhauer-Werkstatt Gottfried Kaisers, dem ersten Treffpunkt der Lügder Gewerkschaftsbewegung, aus der 1918 der SPD-Ortsverein Lügde hervorging. (Orig. Stadtarchiv Lügde C 176)

 

Am Oberen Tor errichtete er dann ein kleines Holzgebäude, das ihm fortan als Bildhauerwerkstatt diente. In diesem kleinen Holzgebäude trafen sich nun die Arbeiter, die von Gottfried Kaiser immer wieder zur Gründung einer Gewerkschaft ermuntert wurden. Nach anfänglichem Zögern schloss sich ein Teil der Arbeiter 1902 schließlich dem Verband „Deutsche Eisenbahner-Handwerker und Arbeiter“ an und gründete einen eigenen Ortsverein in Lügde.

Diesem Beispiel folgend schlossen sich 1905 die Maurer dem „Christlichen Maurerverband“ an. Ein Jahr später gründete ein Teil der späteren SPD- Mitglieder dann eine Ortsstelle des Verbundes der „Christlichen Keramik- und Ziegelarbeiter“ in Lügde, wo sie regelmäßig im Gasthaus „Schwarzer Adler“ (Bültmann) tagten.

Durch den Ausbruch des I. Weltkrieges mussten diese Treffen/Tagungen - bedingt durch den militärischen Einsatz der meisten Mitglieder - abgesetzt werden.

Da ein großer Teil der einstigen Gewerkschaftsmitglieder im 1. Weltkrieg gefallen war, schlossen sich die, vor dem Krieg in Lügde vorhandenen Gewerkschaftsverbände, auf einer gemeinsamen Versammlung am 25. August 1918, zu einem Kartell zusammen. Unter dem Motto „Proletarier aller Länder vereinigt euch“ nahm das Kartell alsbald sozialdemokratische Züge an und entwickelte sich im Laufe eines Jahres zum SPD-Ortsverein Lügde, dem folgende Mitglieder angehörten:

Gottfried Kaiser, 1. Vorsitzender

(Gottfried Kaiser war am 10.2.1862 in Homberg/Kr.Sackingen geboren worden und verstarb, schwer erkrankt, am 31.3.1922 in einem Pyrmonter Pflegehaus. Seine umfangreiche sozialdemokratische Bibliothek hinterließ er seinem Freund August Spilker. Die Beerdigung Kaisers war, mündlichen Überlieferungen nach, eine große Parteidemonstration)

August Spilker, 2. Vorsitzender, ab 1922 1. Vorsitzender

Adolph Wennemann, Schriftführer ab 1927 auch Kassierer
Heinrich Oelmann, Kassierer  +1927

und Johannes Hoppe, Joseph Rodemeier, Heinrich Wieneke, Creszens Stichternath, August Wiehe, Ferdinand Hasse, Karl Köhne, Hermann Oelmann, Joseph Matthias, Johann Juritz, Karl Tennie, Josef Viotto, Fritz Drewes, Friedrich Möller, Heinrich Fasse, Karl Kolebrie, Wilhelm Klassen und Karl Schlüter

Gründungsniederschrift, an den Magistrat der Stadt Lügde gerichtet - des „Kartells“ - aus dem der SPD-Ortsverein hervorging:

-„Lügde, den 25. August 1918" -

An den Magistrat hier

bei der heutigen Sitzung wurde von den unterzeichneten Gewerkschaften ein Kartell gegründet, wo von der Magistrat in Kenntnis gesetzt wird, welcher als Schlichtungsausschuß semtliche Rechte und Pflichten der Arbeiter, so wie der Beamten wahrnimmt.

Die Gewerkschaften bestehen aus:
  - Christlicher Bauarbeiter Verband, August Rüsenberg
  - Deutscher Bauarbeiter Verband, H. Oelmann
  - Christlicher Tabakarbeiter Verband, H. Tappe (Vors.)
  - Städtischer Beamten Verband, Uhl (Vorsitzender)

Der Kartellvorstand besteht aus:
  - Joh. Knedeisen, 1. Vorsitzender
  - H. Freese, 2. Vorsitzender,
  - Kunstmaler Friedrich Drewes, 1. Schriftführer
  - Johann Pscherer, 2. Schriftführer

Die Entwicklung des SPD-Ortsvereins Lügde nach der Gründung 1918 bis zum Kriegsausbruch 1939

Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ traten die Mitglieder des neuen SPD-Ortsvereins Lügde schon bald nach der Gründung an die Öffentlichkeit und machten auf die sozialen Missstände aufmerksam.

Zunächst schenkte ihnen die Bevölkerung wenig Beachtung und einige Zeitgenossen meinten: „Och, was wollen die? Die wollen doch nur nicht arbeiten“. Genau das Gegenteil war der Fall, besonders was die Parteiarbeit betraf.

1920 traten die Mitglieder des SPD Ortsvereins dann zusammen mit gleichgesinnten Bürgern und zwei Trommlern auf, um auf die Partei und die sozialen Mißstände im damaligen Deutschland nochmals und nachdrücklich aufmerksam zu machen. Danach mussten ein Teil der Mitglieder des Ortsvereins und die Trommler ihre Wohnungen räumen.

Das alles beirrte sie jedoch nicht, sondern ließ sie zu einer eingeschworenen Gemeinschaft werden, die durch große Volkskartoffelbraten neue Mitglieder anwerben konnte und stetig mehr an Bedeutung gewann.

So wurde gemeinsam mit einigen auswärtigen Vereinen 1919 ein großes Volkskartoffelbraten und Gewerkschaftsfest auf der Höhe vor den Toren der Stadt Lügde veranstaltet. Die Teilnehmer wurden unter einem Ehrenbogen aus Blumen, den die Frauen der Lügder Ortsvereinsmitglieder gebunden hatten, begrüßt.

Angespornt durch dieses Fest gründete das neue Parteimitglied August Wulf 1920 einen SPD Trommlerchor, der bis 1935 bestand und sich 1934 eine große Schlägerei mit SS-Männern lieferte.

Kartoffelbraten der SPD-Lügde, schon 1919 ein großes Volksfest (Foto: Johannes Juritz)
Programm des Reichbanners zur Weihe der SPD-Fahne im Jahre 1925

Im Jahre 1925, unterstützt durch das "Reichsbanner", eine von der Weimarer Republik zur Unterstützung aller politischen Vereinigungen ins Leben gerufene Vereinigung, konnte sogar eine eigene Vereinsfahne angeschafft werden, deren Stange die Lügder Wäschereibesitzerin Louise Rese geb. Wulf stiftete. Um die Anschaffung der Fahne nicht so vorübergehen zu lassen, veranstaltete das Reichsbanner, auf die Bitte des Lügder SPD-Ortsvereins, ein großes Fest auf dem Lügder Marktplatz. Die Tochter der Stifterin der Fahnenstange, Sophie Rese, sagte dazu den Prolog: „Einst waren Männer kampfbewußt“ auf. Fahnenträger wurde das Vereinsmitglied Franz Hohmann.

In der NS-Zeit wurde die Fahne gestohlen und sollte umgeändert werden, landete aber in einer Verbrennungsanlage (1939).

Kartoffelbraten der SPD Lügde am 3. Oktober 1926 (Foto: Johannes Juritz)

Unter Leitung des späteren Ratsherren und Vereinsvorsitzenden August Spilker trat die SPD, auch Arbeitsgemeinschaft genannt, 1929 erstmals in Lügde zur Ratswahl an, nachdem das Vereinsmitglied Adolph Wennemann schon seit 1923 (als ernanntes Mitglied) im Magistrat der Stadt tätig war.

Von den ca. 40 Vereinsmitgliedern stellten sich folgende zur Wahl:

August Prante, Johann Knedeisen, Josef Motto, Josef Trope, Heinz Mund, Johann Pscherer, August Friese, Friedrich Hartmann, Josef Vogelsang, Anton Hohmann jun., Karl Horstmann, August Kleine, Johann Günnewich, Heinrich Bowinkelmann - Schriftführer des SPD-Ortsvereins Lügde -, Heinrich Platte, Franz Leßmann, Johann Hartmann, Franz Thiele, Johann Steinhage, Ferdinand Hasse, Heinrich Bönning, August Wiehe und Franz Eggert.

Mit 630 Stimmen wurde die SPD die stärkste Partei im Stadtrat und stellte folgende Stadträte:

Josef Viotto, Stadtverordnetenvorsitzender  -

Adolph Wennemann (abgelöst von Johann Knedeisen), Heinz Mund, August Spilker, August Wiehe und Franz Eggert.

Übersichtlich wurde in Lügde dazumal wie folgt gewählt:

Vereinigung der Haus/Grundbesitzer,
Bauern und Beamte (Zentrum

239 Stimmen
Arbeitsgemeinschaft SPD 630 Stimmen
Invaliden und Kleinrentner 170 Stimmen
Liste Mariß (ev. Gemeinde) 125 Stimmen

 

Um auch bei der Stadtratswahl 1933 so erfolgreich zu sein, vereinbarten Heinrich Bowinkelmann, als Vertreter der SPD und Ignatz Stumpe, als Vertreter der Zentrumspartei, einen Zusammenschluss, den der Volksmund, „Schwarze Kuh mit rotem Schwanz“ nannte.

Bedingt durch den starken Einfluß der NSDAP wurde die SPD 1933 aber nicht zur Wahl zugelassen, was einem Verbot der Partei in Lügde gleichkam.

Trotz aller Schwierigkeiten und Verbote trafen sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Lügde aber weiterhin, getarnt als Skatrunde, bis sie 1939 zum militärischen Einsatz in den Krieg eingezogen wurden.

Der Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg und Parteibaufbau von 1945 bis 1948

Nachdem der 2. Weltkrieg beendet war, setzte die Militärregierung zunächst einen vorübergehenden Stadtrat in Lügde ein, dem auch zwei Mitglieder der SPD angehörten. Dadurch angespornt, sammelten sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Lügde bald wieder und traten bereits am 15.9.1946 zur ersten Nachkriegswahl des Lügder Stadtrates an. Von den 15 Sitzen konnten sie allerdings nur drei erringen, die von Creszens Stichternath, Alois Hagedorn (beide standen nicht einmal auf der offiziellen Wählerliste und kamen nur also sog. „Huckepackkandidaten“ in den Rat) und Josef Friederichs besetzt wurden.

Der von der Militärregierung als vorübergehender Kreistagsabgeordneter eingesetzte Creszens Stichternath wurde bei der Kreistagswahl am 13 .10.1946 leider nicht wieder aufgestellt. Auch die beiden aufgestellten Kandidaten der SPD, Friedrich Bowinkelmann und Alfons Vogt, erhielten nicht die nötigen Stimmen, was für die SPD-Mitglieder Lügdes natürlich eine große Enttäuschung war.
Der Mut hat sie deswegen aber nicht verlassen und sie begannen, im Sinne ihrer Gründerväter, mit der Parteiarbeit.

Nachdem 1948 das Bundesland Nordrhein-Westfalen, zu dem auch Lügde gehört, entstanden war, wurde eine Neuwahl der Stadtvertretungen erforderlich.

Lügde wurde dazu in 9 Wahlbezirke aufgeteilt, in denen auch Mitglieder der SPD zur Wahl antraten.

Bei dieser Wahl am 17.10.1948 konnte die SPD von 15 Sitzen im Lügder Stadtrat 6 erringen, die besetzt wurden von:

Johann Hartmann, Fritz Spilker, Creszens Stichternath und über die Reserveliste Ferdinand Blome, Johann Vesting und Alfons Vogt (1951 von Wilhelm Vesting abgelöst).

Die Stimmenverteilung sah wie folgt aus:

CDU 761 Stimmen
SPD 743 Stimmen
Zentrum 370 Stimmen
Unabhängige 274 Stimmen

Am gleichen Tag fanden die Wahlen zum Kreistag des Kreises Höxter statt, bei denen die SPD gleich zwei Sitze erringen konnte, die von: Fritz Spilker und Wilhelm Vesting besetzt wurden.

Damit waren die Weichen für eine gesicherte Zukunft des SPD-Ortsvereins in Lügde gestellt.

Der Ortsverein von 1948 bis zur Bildung der Großgemeinde Lügde im Jahre 1970

Wie immer, so war es auch nach der Wahl 1948, die Ortsvereinsmitglieder strebten nach besseren Ergebnissen und betrieben eine intensive Parteiarbeit.

Der SPD Ortsverein Lügde im Jahre 1949 (Foto: J. Juritz)

So gelang es ihnen bei der Stadtratswahl 1952 wieder die zweitstärkste Partei zu werden und fünf Sitze im Stadtrat zu erringen, die August Spilker, Franz Hohmann, Karl Brüggemann, Wilhelm Vesting und Fritz Spilker besetzten.

August Spilker wurde zusätzlich Kreistagsabgeordneter, was er bis 1969 blieb.

Dieses Ergebnis war eine Bestätigung und stärkte den Ortsverein sehr.

1956, bei den nächsten Stadtratswahlen, konnte dann noch ein weiterer Sitz errungen werden, so daß nun sechs SPD-Ratsherren, Karl Brüggemann, Fritz Spilker, August Spilker, Franz Hohmann, Fritz Lesemann und Fritz Grollmann, tätig waren.

Doch nicht nur ihre politische Arbeit vor Ort zählte, auch die Bundespolitik war maßgebend. Wenn die Lügder Ratsherren damals auch noch jeden persönlich ansprachen, so war die Vermittlung ihrer Politik, ihrer Ideen und Meinungen nicht immer einfach.

Ausflug des SPD Ortsvereins Lügde nach Bad Karlshafen, 1950 (Foto: J. Juritz)

 

1961 stellte die SPD fünf Ratsherren, Fritz Spilker, Heinrich Tennie, Siegfried Knaack, August Spilker und Franz Hohmann.

Ihnen gelang es, durch Veranstaltungen wie Zeltfeste und Tanz in den Mai sowie intensive Parteiarbeit, bei den Wahlen 1964 wieder etwas erfolgreicher zu sein und sechs Ratsmandate zu erringen, die Franz Hohmann, August Spilker, Josef Höhnerbach (ab 1967), Ernst Friederichs, Herbert Wilgeroth, Siegfried Knaack, Hans Juritz und Hermann Feldmann (dann Hans Hagedorn) besetzten. Sie blieben bis zur Bildung der Großgemeinde Lügde -1970 - im Amt.

August Spilker war von 1964 - 1970 zusätzlich noch stellvertretender Bürgermeister der Stadt Lügde.

Bild unten:
1964 Vereidigung der SPD-Ratsherren im Feuerwehr-Gerätehaus (das Rathaus war gerade abgerissen worden).
Von links: August Spilker, Franz Hohmann, Siegfried Knaack, Hermann Feldmann, Josef Höhnerbach (Foto: OV Lügde)

Von der Bildung der Großgemeinde 1970 bis 1990

Die Bildung der Großgemeinde Lügde brachte viele Änderungen mit sich und manche bisher eingefahrene Praktiken mussten aufgegeben werden. So wurde der Rat, durch die Mitglieder aus den Ortsteilen, größer, die SPD geann an Bedeutung und Macht, wurden auch sachkundige Bürger in die politische Verantwortung genommen und ein Stadtverband gebildet.

 

Ein Brief vom Bundeskanzler Willy Brandt

Am 7. September 1972 sandte Elmar Haße, neuer Beisitzer im Vorstand des Lügder SPD Stadtverbands, eine Pressemitteilung an die Pyrmonter Nachrichten, die am 11. September veröffentlicht wurde:

 

Der Ortsverein Lügde blieb die größte politische Kraft der SPD im Stadtgebiet Lügdes und stellte nach der Wahl 1970 folgende Stadträte: Erich Klagge, Herbert Wilgeroth, Karl Pape, Hans Juritz, Simon Hottel (ab 1972 Siegfried Knaack) und Peter Viertel.

Neues Kreistagstagsmitglied im Kreis Detmold wurde Herbert Wilgeroth.

Der Ortsverein Lügde zählte zu dieser Zeit 57 Mitglieder und wuchs bis 1975 auf 69 Mitglieder an. Diese verstanden es in der folgenden Zeit den Wählern ihre Arbeit begreiflich zu machen und errangen bei der Ratswahl 1975 sechs Sitze, die Karl Pape, Helmut Ameler, Marga Höhnerbach, Erich Klagge, Siegfried Knaack und Herbert Wilgeroth besetzten.
Ihnen gelang es in den folgenden Jahren auch die Jugend für die Politik der SPD zu begeistern und es bildete sich eine „Juso-Gruppe“. Diese gab über einen längeren Zeitraum hinweg sogar ein eigenes Informationsblatt heraus und griff teilweise „heiße“ politische Themen auf.
Jeden zweiten Freitag trafen sich die Mitglieder im Hotel Seiler und diskutierten. Leider blieb diese Juso-Gruppe nicht bestehen. Ja, der Ortsverein verlor 1979, bei den Stadtratswahlen, sogar ein Mandat, so daß nur noch fünf Mitglieder des Ortsvereins in den Rat einzogen. Dies waren: Erich Klagge, Herbert Wilgeroth, der auch als stellvertretender Bürgermeister der Stadt tätig war, Marga Höhnerbach, Helmut Ameler und Siegfried Knaack.

Der Verlust des sechsten Mandats konnte 1984 allerdings wieder ausgeglichen werden und so zogen nach der Wahl sechs Mitglieder des Ortsvereins: Elmar Haße, Helmut Ameler, Detlev von der Heide (dann Hans-Joachim Knaack), Siegfried Knaack, Ferdinand Friese und Diether Tiemann in den Rat der Stadt Lügde ein.

Den größten Triumph feierte die SPD allerdings bei der nächsten Ratswahl 1989. Neben sechs gewählten Ratsmitgliedern des Ortsvereins: Helmut Ameler, Ferdinand Friese, Elmar Haße, Siegfried Knaack, Diether Tiemann und Hans-Josef Stumpe kam erstmals seit Jahren, unterstützt von der FDP, wieder ein SPD-Bürgermeister, Bernd Arens aus Rischenau, an die Spitze des Lügder Stadtrates.

Kreistagsabgeordneter wurde, nachdem Herbert Wilgeroth nicht mehr kandidierte, Jürgen Hundertmark.

Somit standen die SPD insgesamt und der Ortsverein Lügde allgemein gut dar. Neben der aktiven Ratsarbeit, der politischen Arbeit und Verantwortung, versucht der Ortsverein - bis heute -  auch nach außen hin attraktiv zu sein.

So veranstalteten die Mitglieder jedes Jahr ihr traditionelles Kartoffelbraten, eine Wanderung und alle zwei Jahre ein Kinderfest.

Daneben fanden mehrere Versammlungen im Jahr statt und es ist geplant, in Zukunft den Bürger noch mehr in die politische Arbeit einzubeziehen, noch attraktivere Versammlungen und auch Diskussionen zu veranstalten.

Kurz; lebendig zu bleiben und nach dem Motto der Gründerväter zu handeln:

                „Gemeinsam sind wir stark“

 

Fotoausstellung der Lügder Jusos 1972
Info-Blatt der Lügder Juso AG, 1977
Die SPD Lügde von 1990 bis 2018

Bei der Landtagswahl im Mai 1990 wurde Manfred Böcker erneut zum Landtagsabgeordneten gewählt. Er hat sich besonders für den Bau der Lügder Umgehungsstraße eingesetzt. Übersichtlich wurde in (Gesamt)Lügde wie folgt gewählt:

SPD 46,9 %, CDU 42,4 %, Bündnis 90/Grüne 3,3 %, FDP 5,6 % und Republikaner 1,4 %.

Am 6. November 1993 feierte der Ortsverein ein 75-jähriges Bestehen mit einer Festveranstaltung in der Aula der Johannes-Gigas-Schule in Lügde. Die Festansprache hielt Gabi Behler, damals stellvertretende Landesvorsitzende der SPD NRW.

Der SPD Unterbezirksvorsitzende J. Bünnemann gratuliert dem 1. Vorsitzenden des Ortsvereins Ferdinand Friese (rechts) zum 75. Jubiläum. (Foto: OV Lügde)

Musikschule

Auftritt der Musikschule Lügde beim 75. Jubiläum des OV Lügde (Foto: OV Lügde)

Landtagsabgeordneter Manfred Böcker (2. v. links), Ortsvorsteher Helmut Pollmann aus Hummersen und Bürgermeister Bernd Arens, 1995 während einer Wahlveranstaltung

 

Bei den Ratswahlen 1994 wurden folgende Ortsvereinsmitglieder in den Rat gewählt: Helmut Ameler, Ferdinand Friese, Elmar Hasse und Gitta Knaack. Bürgermeister wurde wieder Bernd Arens. Für den Kreistag kandidiert Joachim Krause, er wurde zunächst Sachkundiger Bürger im Kreistag und nach zwei Jahren ordentliches Kreistagsmitglied.

Im Mai 1995 wurde Manfred Böcker bei der Landtagswahl erneut Landtagsabgeordneter. Übersichtlich wurde in (Gesamt) Lügde wie folgt gewählt:

SPD 46,1 %, CDU 40,6 %, Bündnis 90/Grüne 6,8 %, FDP 4,6 %.

Durch den Systemwechsel vom Stadtdirektor zum hauptamtlichen Bürgermeister im November 1996, wurden Neuwahlen von ehrenamtlichen Stellvertretern nötig. Daraus ging Bernd Arens als erster ehrenamtlicher Bürgermeister hervor.

1999 wurde zur Rats- und Bürgermeisterwahl Heinz-Hermann Blome als SPD Bürgermeisterkandidat aufgestellt. Er konnte leider nicht die Mehrheit erringen, ebenso wie Joachim Krause, der erneut für den Kreistag kandidiert hatte. In den Rat wurden folgende Genossinnen und Genossen gewählt:

Jörg Eickmann, Elmar Haße, Gitta Knaack (2002 von Hans-Joachim Knaack abgelöst) und Joachim Krause. Elmar Haße wurde zweiter ehrenamtlicher stellvertretender Bürgermeister.

Als Sachkundige Bürger wurden eingesetzt: Alois Blome, Christel Koot, Hans Josef Stumpe und Manfred Willeke. Sachkundiger Bürger im Kreistag war zunächst Joachim Krause, dann Monika Reker aus Sabbenhausen.

Bei den Landtagswahlen im Mai 2000 gewann die SPD, erstmals nach dem 2. Weltkrieg, mit 49,1 % die Stimmenmehrheit in Lügde (Gesamtstadt). Ina Meise-Laukamp, die Manfred Böcker als Landtagskandidatin ablöste, gewann in (Gesamt)Lügde 44,55 % der Stimmen.

Übersichtlich wurde in (Gesamt)Lügde wie folgt gewählt:

SPD 49,1 %, CDU 33,5 %, FDP 8,1 %, Bündnis 90/Grüne 6,0 %, Andere 3,3 %.

Vorsitzender des Ortsvereins Lügde wurde im Jahr 2000 Hans- Josef Stumpe.

Ab 2003 trafen sich die Mitglieder des Ortsvereins, von März bis Oktober, jeden dritten Freitag im Monat zum Stammtisch. Jährlich wurde das traditionelle Kartoffelbraten durchgeführt und in den Folgejahren veranstaltete der Ortsverein und der SPD Stadtverband diverse Einzelveranstalten - Silvesterfeiern, Neujahrsempfänge, Sommerfeste, Oktoberfeste, Planwagenfahrt, Busfahrten, Luftballonwettbewerbe, Rock-Konzerte uvm. - auch zur Mitgliederwerbung.

Am 21. März 2003 verstarb der Ehrenkassierer des Ortsvereins, Siegfried Knaack, der 51 Jahre der Partei angehörte, der dienstältester OV-Kassierer in NRW war und von 1961-1989, mit einer kurzen Unterbrechung, dem Stadtrat angehörte.

Bei der Bürgermeister- und Ratswahl 2004 trat Andreas Großmann aus Klein Berkel bei Hameln als SPD Bürgermeisterkandidat an. Er erhielt in (Gesamt)Lügde 44,8 % der Stimmen, der Amtsinhaber 55,2 %. Übersichtlich wurde wie folgt gewählt: SPD 26,4 %, CDU 39,2 %, Freie Wählergemeinschaft 23,5 %, FDP 7,4 %, Bündnis 90/Grüne 3,5 %. Joachim Krause, der für den Kreistag kandidiert hatte, verfehlte den Einzug, wurde jedoch Sachkundiger Bürger im Kreistag.

In den Rat der Stadt Lügde wurden folgende Mitglieder gewählt: Rüdiger Bode, Jörg Eickmann, Joachim Krause, Hans-Josef Stumpe, (aus den Ortsteilen: Heiko Marx, Rischenau / Monika Reker, Sabbenhausen / Manfred Schrader, Niese). Joachim Krause wurde 2. stellvertretender ehrenamtlicher Bürgermeister.

Als sachkundige Bürger wurden eingesetzt: Peter Berbert, Alois Blome, Hans-Joachim Knaack, Christel Koot, Andreas Stumpe, Manfred Willeke und aus den Ortsteilen Paul Gerking und Wolfgang Siefert.

Die Ratskandidaten 2004, von links: Hans-Joachim Knaack, Hans-Josef Stumpe, Monika Reker, Rüdiger Bode, Alois Blome, Jörg Eickmann, Heiko Marx, Bürgermeisterkandidat Andreas Großmann, Manfred Schrader, Andreas Stumpe, Joachim Krause, Peter Berbert, Christel Koot, Manfred Willeke (Foto: OV-Lügde)

Im Jahre 2005 wurde der Ortsverein Wörmeketal, bestehend aus dem Ortsteilen Elbrinxen, Sabbenhausen, Wörderfeld und Falkenhagen (Falkenhagen hat sich 2012 dem OV Rischenau angeschlossen), aufgelöst und dem Ortsverein Lügde angegliedert.

Bei der Landtagswahl 2005 wurde in (Gesamt)Lügde wie folgt gewählt:

SPD 36,81 %, CDU 55,55 %, Bündnis 90/Grüne 2,83 %, FDP 5,73 %.

Als Bürgermeisterkandidat für die Wahl 2009 trat, als gemeinsamer Kandidat der SPD und CDU der parteilose Lügder Stadtkämmerer Heinz Reker an. Es gab keinen Gegenkandidaten und Heinz Reker wurde mit großer Mehrheit gewählt. Einer der stelllvertretenden, ehrenamtlichen Bürgermeister wurde u. a. Joachim Krause. Der als SPD Kreistagskandidat aufgestellte Sebastian Köhne (18 Jahre) verfehlte den Einzug in den Kreistag, wurde aber Sachkundiger Bürger im Kreistag.

In den Rat der Stadt Lügde wurden gewählt:

Rüdiger Bode, Jörg Eickmann, Joachim Krause, Andreas Stumpe, Hans-Josef Stumpe (aus den Ortsteilen: Henning Deppenmeier, Rischenau / Dieter Dieckmeier, Rischenau und Monika Reker, Sabbenhausen).

Als sachkundige Bürger wurden eingesetzt: Alois Blome, Gitta Knaack, Hans-Joachim Knaack, Sebastian Köhne, Reinhard Oldemeier (2012 ausgeschieden), Jürgen Hinrichs, Manuel Stumpe, Marcel Horstmann (2011 ausgeschieden).

Nachnominiert wurden: Torben Blome und Vanessa Klobusch. Aus den Ortsteilen wurden als sachkundige Bürger eingesetzt: Susanne Müller, Rischenau und Helmut Pollmann, Hummersen.

Bei der Bundestagswahl wurde in (Gesamt)Lügde wie folgt gewählt: SPD 37,12 %, CDU 42,62, Bündnis 90/Grüne 4,96 %, FDP 7,34 %, Die Linke 5,84 %.

Im Mai 2010 fand die Landtagswahl statt. In (Gesamt)Lügde wurde wie folgt gewählt: SPD 41,81 %, CDU 41,82 %, Bündnis 90/Grüne 6,40 %, FDP 3,95 %, Die Linke 3,86 %. Neues Landtagsmitglied wurde Jürgen Berghahn aus Blomberg. Bei der vorzeitigen Landtagswahl im Mai 2012 erhielt die SPD in Lügde erstmals seit dem 2. Weltkrieg die Mehrheit der Stimmen. Jürgen Berghahn wurde erneut Landtagsmitglied. Übersichtlich wurde in (Gesamt)Lügde wie folgt gewählt: SPD 41,74 %, CDU 39,59 %, Bündnis 90/Grüne 5,28 %, FDP 4,6 %, Piraten 6,92 %.

DIE VORSITZENDEN SEIT 1918

1918 - 1922 Gottfried Kaiser
1922 - 1924 Franz Hohmann
1924 - 1970 August Spilker
1970 - 1978 Herbert Wilgeroth
1978 - 1980 Helmut Ameler
1980 - 2000 Ferdinand Friese
2000 - 2016 Hans-Josef Stumpe
ab 2016 (Fusion) Jörg Eickmann

 

 

Aufgrund der bevölkerungsmäßen Entwicklung und der möglichen Effizienz bei der Besetzung politischer Ämter und Funktionen (z. B. Wahlkreisbesetzung) wurden ab 2015 erneut in den Lügder SPD Ortsvereinen über einen Zusammenschluss aller Lügder Ortsvereine zu einem großen OV nachgedacht. Mit Unterstützung des SPD Stadtverbands erfolgten Abstimmungen in den Ortsvereinsversammlungen der jeweiligen Lügder Ortsvereine (OV Lügde, Rischenau, Niese und Hummersen), deren Mitglieder einer Fusion mit großer Mehrheit zustimmten.

Nach den notwendigen Formalien erfolgte am 12. März 2016 eine Fusionsversammlung zur Gründung eines neuen SPD Ortsvereins. Der SPD Stadtverband wurde aufgelöst, der Name des neuen Ortsvereins lautet: SPD Ortsverein Stadt Lügde

Es wurde eine neue Satzung verabschiedet und ein neuer Vorstand gewählt.

- 1. Vorsitzender: Jörg Eickmann,
- zwei stellvertretende Vorsitzende: Hans-Josef Stumpe und Rüdiger Bode,
- Kassierer: Hans-Joachim Knaack,
- Schriftführer: Manfred Willeke,
und jeweilige Ortsteilvertreter (für Rischenau, Niese und Hummersen) als Beisitzer.

Satzungsgemäß gehört der jeweilige SPD-Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Lügde automatisch dem OV Vorstand an.

Nach dem unerwarteten Ableben von Manfred Willeke wurde Heidi Hölsken als Schriftführerin neu in den Vorstand des OV nachgewählt.

In der letzten turnusmäßigen Jahreshauptversammlung des Ortsvereins 2018 (mit Vorstandswahlen) wurde der o.g. Vorstand in seinen Ämtern wie folgt bestätigt :
- Jörg Eickmann (1. Vorsitzender),
- Hans-Josef Stumpe (stellvertr. Vors.),
- Rüdiger Bode (stellvertr. Vors.),
- Hans-Joachim Knaack (Kassierer),
- Heidi Hölsken (Schriftführerin)

Als aktuelle Beisitzer wurden gewählt:
- Henning Deppenmeier (Ortsteilvertreter Rischenau)
- Paul Gerking (Ortsteilvertreter Niese)
- Helmut Pollmann (Ortsteilvertreter Hummersen).

Am 11. November 2018 ist eine Jubiläumsveranstaltung des SPD Ortsvereins geplant - anläßlich des 100 jährigen Bestehens.

Damit schließt diese Chronik. Eine Fortschreibung wird sich aus den zukünftigen Aktivitäten und Ereignissen um den Ortsverein und die SPD in Lügde in späteren Jahren ergeben.

(Lügde im Juli 2018)

 

Impressum

© Alle Rechte bleiben dem SPD-Ortsverein Lügde und den Verfassern vorbehalten.
Als Quellen dienten neben den mündlichen Überlieferungen der älteren Parteimitglieder unter anderem die Akten des Stadtarchivs Lügde D 73, D 74, C 147, sowie der Verwaltungsbericht der Stadt Lügde 1952, die Unterlagen des verstorbenen August Spilker, die Privatarchive G. Knaack und E. Haße und Protokollbücher bis heute.