SPD will eingebrachte Initiativen weiter aktiv voranbringen

Die SPD- Fraktion im Rat der Stadt Lügde hat sich zur Klausurtagung getroffen und die aktuellen Schwerpunktthemen für die verbleibende Ratsperiode bis 2020 diskutiert.

„Für unseren Antrag Bienenfreundliche Gemeinde Lügde habe ich ausschließlich positive Rückmeldungen bekommen“, so Co-Fraktionsvorsitzender Jörg Eickmann und hofft auf erste Ergebnisse in der Umsetzung. „Durch unsere Initiative sind die ersten wichtigen Weichen für einen aktiveren Natur- und Artenschutz in Lügde gestellt. Jetzt müssen wir zusammen mit der Verwaltung und den weiteren Akteuren endlich an einer Konzepterstellung arbeiten und diese Schritt für Schritt umsetzen. Vielleicht ist das der Einstieg in eine ganz tolle Entwicklung für die Zukunft“.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der von der Fraktion eingebrachte Antrag „Wohnbaukonzept“. Die Entwicklung des Baugebiets Sonnenhof V schreitet voran und auch im Bereich Wohnbaumanagement tut sich mit der beginnenden Überarbeitung des Internetauftritts etwas. Die Fraktion hat schon zahlreiche Rückmeldungen und konkrete Nachfragen von potenziellen Häuslebauern. Der Co-Fraktionsvorsitzende Torben Blome hierzu: „Gerade junge Familien sprechen mich immer wieder auf das Thema Bauplätze an. Erfreulich ist, dass es oftmals Lügder sind, die aus beruflichen Gründen weggezogen sind und jetzt wieder dauerhaft nach Lügde zurückkommen wollen. Hier brauchen wir jetzt schnell Klarheit über die weitere Planung. Die Nachfrage ist da, das Angebot muss jetzt zeitnah geschaffen werden.“.

Ratsmitglied Henning Deppenmeier berichtete als Mitglied aus dem Arbeitskreis Sekundarschule über die aktuelle Entwicklung bei Lügdes größter Baustelle der Zukunft. Insgesamt zeigt er sich sehr optimistisch „Das Planungsbüro macht auf mich einen sehr kompetenten Eindruck. Man merkt, dass Lügde nicht der erste Umbau einer Schule in dieser Größenordnung ist“. Diskutiert wurde auch, wie man die betroffenen Vereine und andere Institutionen noch besser einbinden kann. Gerade vor dem Hintergrund der Kritik vom Blasorchester der Stadt Lügde sollte es hier noch einmal ein ergebnisoffenes Gespräch im Arbeitskreis oder im Ausschuss geben, ob und wie man eventuell eine Verbesserung für die Belange des Blasorchesters erzielen kann.

Im Bereich Stadtentwicklung sieht die Fraktion weiterhin dringenden Handlungsbedarf. Torben Blome hierzu: „Der Leerstand in der Altstadt hat sich leider kaum verbessert. Es ist der richtige Weg, dass wir uns das Förderprogramm „Kern-Gesund“ nochmal mit den anderen Fraktionen und der Verwaltung genau anschauen. Vielleicht müssen wir aber noch tiefer in die Analyse. Gerade im Hinblick auf den Denkmalschutz und die gültige Gestaltungssatzung haben wir ebenfalls Handlungsbedarf. Die Erhaltung des baukulturellen Erbes ist für die Identität von Lügde sehr wichtig, aber wir brauchen Rahmenbedingungen des 21. Jahrhunderts für die Menschen, die dort leben, arbeiten und wohnen“. Großes Potenzial sieht die Fraktion auch für die Themen Wohnformen der Zukunft, barrierefreies Wohnen und den Grundideen des damaligen Projekts Marienhöfe. Die Chancen für eine positive Stadtentwicklung sind aus Sicht der Fraktion vorhanden.

Die Umsetzung des IKEK, gerade auf den Ortsteilen, ist bisher ebenfalls noch steigerungsfähig. Große Erwartungen gibt es im Bereich Mobilität, wenn das vom Kreis Lippe und der KVG entwickelte modulare Verkehrskonzept wirklich umgesetzt würde. Der schlechte ÖPNV war beim IKEK-Prozess eines der Themen mit dem größten Handlungsbedarf.

Viel Raum nahm auch die gesamte Thematik des Missbrauchsskandals in Elbrinxen ein. Trotz der Fassungslosigkeit über die vielen Missstände, Fehlentscheidungen und dem ungeheuerlichen Ausmaß an Gewalt und krimineller Energie versuchte man konkrete Vorschläge zu erarbeiten, um auch der hohen Verantwortung gegenüber den betroffenen Kindern und Eltern wenigstens einigermaßen gerecht zu werden. Jörg Eickmann fasste die Kernziele zusammen „Wie können wir den Betroffenen konkret helfen und was kann die Stadt Lügde tun, damit Kindesmissbrauch nach Möglichkeit für die Zukunft verhindert werden kann. Auch wir müssen unsere Sozialpräventionsstrukturen mit den Kitas, den Schulen und den weiteren Beteiligten kritisch hinterfragen und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.“.

 

Torben Blome
-Co-Fraktionsvorsitzender / Öffentlichkeitsarbeit-
torben_blome@web.de

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